Besuch von Julia Winterboer - Katholische Hochschulgemeinde

Wann

Über die Rolle der Frau(en) in der römisch-katholischen Kirche ist in den letzten Jahren besonders in Deutschland vehement und kontrovers diskutiert worden. Durch die Bewegung Mariazweipunktnull, die sich 2019 in Münster aus einem Lesekreis formierte, sind klare Forderungen in einem offenen Brief und in Thesenanschlägen an die Institution formuliert worden. Komikerinnen wie Caroline Kebekus beziehen öffentlich Stellung und nach jahrzehntelangem Schweigen begibt sich die deutsche Kirche in einen synodalen Weg, um den bereits ebensolang andauernden Reformstau aufzuarbeiten.
An diesem Abend sollen gegenwärtige Diskurse innerhalb der römisch-katholischen Kirche aufgezeigt werden. Theologisch liegen bereits alle Argumente vor, die den Zugang zu allen Weiheämtern rechtfertigen. Daher ist es eine Machtfrage aus Rom, dass diese sich institutionell noch nicht abbilden. Gleichzeitig gibt es regionale Auf- und Umbrüche, die auch im synodalen Weg sichtbar werden. Es werden Einblicke in die Reformprozesse skizziert. Ein Schwerpunkt wird auf Wandlungsprozesse von christlichen Frauenbildern und -rollen gelegt. Es geht um eine Sichtbarkeit von Frauen in der römisch-katholischen Kirche, ihre Wut, Widerstandsfähigkeit und ihre Schaffenskraft. Gestaltet wird der Abend von Julia Winterboer, Mitautorin des Buches "Weil Gott es so will. Frauen erzählen von ihrer Berufung zur Diakonin und Priesterin" und Referentin in der Hochschulpastoral in Bielefeld.

Eine vorherige Anmeldung bis 24 Stunden vor Veranstaltungsbeginn ist erforderlich.


Veranstaltungsort
Volkshochschule, Raum 15
Hohenzollernstraße 43
33330 Gütersloh
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