"Das finstere Mittelalter" - Kirchliche Inquisition und ketzerische Bewegung

Wann

Vortrag

Spätestens im 3. Jahrhundert bildete sich die Unterscheidung von "wahrem Glauben" ("Orthodoxie") und "irriger Lehre" ("Häresien") heraus: Die Irrgläubigen wurden feierlich ausgestoßen.
Ketzer orientierten sich dann im Hohen Mittelalter am Ideal der in Besitzlosigkeit, Einfachheit und Brüderlichkeit lebenden ersten Christen. Ihr Konfliktpartner wurde die machtvolle römische Papst-Kirche, die Religion, Politik, Recht, Gesellschaft und Führungseliten prägte. Zusehends lernte sie, "die Wahrheit" mit Schwert und Feuer der Inquisition zu erstreiten. Jetzt wurde aus der Protestbewegung der "Katharer" (der "Reinen") der Inbegriff der "Ketzer". Kirchliche Hexen-Feindbilder waren bis in das 18. Jahrhundert Spätfolgen dieses Ketzer-Bildes.

Eine Kursanmeldung ist nicht notwendig. Die Kursgebühr ist vor Ort bar zu entrichten.


Veranstaltungsort
Volkshochschule, Raum 15 - 1. Etage
Hohenzollernstraße 43
33330 Gütersloh
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