Die digitale Überforderung: Populismus und Identitätskrise

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Digitalisierung und gesellschaftlicher Wandel"

Wann

Vortrag

Die zahlreichen Veränderungen, die sich durch die aktuelle Welle der Globalisierung ergeben, treffen auf zahlreiche zusätzliche Irritationen durch eine Überforderung durch die Digitalisierung. Institutionen und Expertensysteme stehen plötzlich permanent im Zwang, sich immer wieder neu rechtfertigen und neu organisieren zu müssen. Während die weniger anpassungsfähigen Organisationen scheitern und selbst ganze politische Systeme neu ausgerichtet werden müssen, erlebt auch das Individuum einen immer größer werdenden Anpassungszwang. Die Strategien, wie mit diesen Herausforderungen umgegangen wird, sind sehr sehr unterschiedlich. Nicht jeder kann oder will sich jede Woche mit neuen Technologien und ihren Wertesystemen auseinandersetzen. Das erklärt zum Teil auch einen zunehmenden Zulauf zu vermeintlich stabilen Systemen wie Tradition und Nation. Wie lassen sich Populismus, das Erstarken regionalistischer Bewegungen und das Suchen nach vermeintlich einfachen Lösungen mit den Mitteln der Systemtheorie oder der Politischen Ökonomie erklären - und was lässt das für die Zukunft vermuten?
Im Vortrag wird nicht nur auf die zivilen, sondern auch die militärischen Bedingungen dieser Entwicklung eingegangen. Es wird ein Szenario darüber aufgezeigt, wie möglicherweise Kriege im Informationszeitalter aussehen können.
Keine Anmeldung für Vortragsveranstaltungen nötig, Eintritt wird bar entrichtet.


Veranstaltungsort
Volkshochschule, Raum 15 - 1. Etage
Hohenzollernstraße 43
33330 Gütersloh
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