Vortrag: "Vieler Herren Länder. Historische Grenzsteine im Kreis Gütersloh"

Johannes W. Glaw

© Johannes W. Glaw

Wann

Mehr als 400 weltliche und geistliche Herrschaften gab es im 16. Jahrhundert in Deutschland. Selbst auf dem Gebiet des heutigen Kreises Gütersloh lagen damals »vieler Herren Länder«, teilten sich doch gleich sechs Territorialherren diesen Landstrich: die Fürstbischöfe von Osnabrück, Münster und Paderborn, die Grafenhäuser aus Rietberg und Ravensberg sowie die Herrschaft Rheda. Hinzu gesellten sich noch Außengrenzen, so etwa zur Grafschaft Lippe. Entsprechend zahlreich waren im Laufe der Zeit denn auch die Grenzstreitigkeiten, die nach langen Verhandlungen zumeist mit Grenzverträgen beendet wurden. Es entstanden neue Grenzlinien, die nach innen wie außen gekennzeichnet werden mussten. Seit dem 17. Jahrhundert kamen dabei Grenzsteine unterschiedlichster Form zum Einsatz, versehen mit den jeweiligen hoheitlichen Wappen, mit Jahreszahlen und Läufernummern.
Seit jener Zeit sind sicher hunderte von Grenzsteinen aufgestellt worden, sowohl zur Markierung neuer Grenzabschnitte wie auch als Ersatz für verloren gegangene oder beschädigte Steine. Noch heute sind davon mehr als 250 Exemplare im Kreisgebiet vorhanden, viele davon allerdings deutlich gezeichnet vom „Zahn der Zeit“. Dennoch vermitteln sie als stumme Zeugen im Gelände auch jetzt noch einen Eindruck von der früheren, wechselvollen Territorialgeschichte. Dieser Geschichte ist der Gütersloher Stadtarchäologe Johannes W. Glaw historisch nachgegangen, seine Ergebnisse sind in einem reich bebilderten Buch zusammengestellt.


Veranstaltungsort
Stadtmuseum
Kökerstr. 7
33330 Gütersloh
Wo genau?
Kökerstr. 7 - 11a
33330 Gütersloh  
Preis
Eintritt frei
Weitere Informationen
Stadtmuseum Gütersloh  
Kategorien
Kunst und KulturSonstiges
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